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9. April 2017

Hallo zusammen,

 

ich bin es mal wieder (und jeder der regelmässig mitliest, weiß was jetzt kommt...)

 

Wieder einmal müssen wir uns nach langer Funkstille ohne lange Vorrede mit einem Hilferuf an Euch wenden. Da unsere Pflegemama momentan keine Kraft dazu hat, übernehme ich das mal - ich hab ja schon Übung darin.

 

Unsere Pflegemama ist schon seit Mitte Februar krank - was wie eine einfache Erkältung oder vielleicht auch Grippe anfing, konnte bis jetzt nie richtig auskuriert werden, sie hat ja neben uns Pflegekatzen auch noch eine Katzenpension zu führen um ihr eigenes Futter und unser alle Dach über dem Kopf bezahlen zu können. Jedenfalls verschleppte es sich immer weiter, so dass man wirklich Angst um sie bekommen konnte - ihre Medikamente schlugen nur kurz an und dann verschlimmerte sich ihr Zustand immer wieder. Es geht ihr immer noch nicht wieder gut. Wie denn auch? Sobald sie einigermaßen geradeaus schauen kann, muss sie ja uns und ihre Pensionsgäste versorgen, mit Katzen zum Tierarzt, Telefonate führen - geschäftliche und für den Tierschutz. Da fragt niemand, wie es ihr geht. Ich verstehe, dass sie manchmal furchtbar mutlos und erschöpft ist und einfach nicht gesund werden kann. Einmal ging es ihr so schlecht, dass der Taxifahrer, der sie zum Arzt bringen sollte, fast den Notarzt gerufen hätte. Zu der Ärztin, die sie „behandelt“ hat, sag ich nebenbei mal nix... - das war eine bodenlose Frechheit! Ich hoffe, sie hat die Kraft, sich später noch einmal mit der Dame zu befassen. Es ging ihr richtig schlecht, sie konnte nicht sprechen, das Gesicht war angeschwollen und sie hatte Angst ersticken zu müssen. Eine Bekannte war so in Sorge, dass die versprochen hat, nachts das Handy anzulassen, um im Zweifel einen Arzt rufen zu können für unsere Pflegemama, wenn sie entsprechende Nachricht bekommen sollte. Ins Krankenhaus gehen war ja keine Option, wir hätten dann ja niemanden gehabt. Und trotz allem hat unsere Pflegmama es die ganze Zeit über geschafft, uns zu versorgen und schafft es immer noch, obwohl sie selbst sich manchmal kaum auf den Beinen halten konnte. Sie grübelt auch immer wieder, wie und ob das hier mit uns allen weitergehen kann. Sie ist ja ganz allein im Notfall, das ist ihr jetzt so richtig klar geworden. Ich hab zu ihr gesagt, jetzt müsse sie erst einmal gesund werden und dann könne sie sich mit solchen Gedanken befassen.

 

Ich weiß auch, dass das eigentlich niemanden wirklich interessiert wie es unsere Pflegemama geht, ihr kommt hier auf die Homepage, um was über uns Katzen zu  lesen. Ich finde aber, das muss auch mal gesagt werden, sie ist ein Mensch – mit Ecken und Kanten - aber ein Mensch, der bis zum Umfallen für uns arbeitet, auch wenn er selbst eigentlich grad so schlecht dran ist, dass eigentlich gar nichts mehr geht. Und ab und zu braucht so ein Mensch auch mal einfach nur Unterstützung und nicht noch zusätzliche Probleme oder Ansprüche, die an einen gestellt werden. Aber das eigentlich nur nebenbei... Deshalb gab es halt auch so lange keine Nachrichten von uns, man muss dann eben schauen was wichtiger ist - Katzen versorgen oder im Internet berichten. Und diese Frage stellt sich ja wohl nicht wirklich.

 

Und genau in dieser Zeit musste sie unter anderem mit Gitana zum Tierarzt - auf diesem Facebook wurde wohl von ihr berichtet, habe ich gehört… Gitana kam hier an und wurde sicherheitshalber noch einmal auf Leukose getestet, weil der erste Test wohl irgendwie zweifelhaft war. Leider war sie positiv und musste daraufhin ihr Leben hier in Einzelhaft verbringen, was sie sehr unglücklich machte. Das war das eine, das andere war dann, dass sie wohl irgendwie Haarballen im Körper verknotet hatte. So genau weiß ich das auch nicht, muss jedenfalls weh getan haben, denn sie konnte nicht zum Klo. Gitana mein ich. Sie musste ganz oft zum Doc, Röntgen, Medikamente bekommen usw. Insgesamt haben sich da etwa 430 Euro angehäuft.

 

Kayleigh wurde kastriert und gechippt, Keylan, ein junger Streuner hier, wurde auch kastriert. Buffy und Suri mussten kastriert und geimpft werden. Thor in Regensburg hatte seine Zahn-OP, bei dem anderen Kater da wurde ein Blutbild gemacht, ob da was nachkommt? Wer weiß... Für Gitana hat das Ganze jedenfalls scheinbar ein gutes Ende genommen, sie ist wieder gesund und durfte in ihr neues Zuhause ziehen.… immerhin :-)

 

Jede Menge Tierarztkosten, ich hab jetzt mal nur die genannt, die mir so auf die Schnelle einfielen. Manche Namen sagen mir ja auch nix, weil ich die gar nicht kenne. Brownie im Februar hat ja auch einiges gekostet. Am Telefon sagte unsere Pflegemama zu irgendjemandem, dass sich im ersten Quartal schon knapp 3000 Euro angesammelt hätten - was auch immer das bedeutet. Auf jeden Fall, dass  jeder von uns hier sicher sein kann, dass alles Nötige für ihn getan wird.

 

Leider gab es kaum Vermittlungen und wenn doch, blieb nichts übrig von der Schutzgebühr, das hatten die Katzen entsprechend schon vorher aufgebraucht und auch sonst war in den letzten beiden Monaten nicht viel auf der Haben-Seite zu verbuchen, sagt unsere Pflegemama. Natürlich haben unsere treuen Paten und regelmäßigen Spender uns unterstützt, das will ich gar nicht kleinreden - aber alle aufgelaufenen Tierarztkosten deckt das leider nicht. Ohne uns Dauergäste sind es ja allein über 30 Vermittlungskatzen, hab ich mal so überschlagen, ich weiß ja von uns, was da so an Futter und Streu allein so weggeht. Diese komischen Spotons, bäh die stinken immer so, gehen auch ins Geld, Entwurmungen, Giardientests und Behandlung sowie die alltäglichen kleinen Dinge beim Doc, das alles schaffen wir dank Euch, aber wenn dann einge meiner Freunde so richtig krankwerden, dann geht es gleich heftig ins Geld.

 

Ihr könnt unsere Pflegemama, die genau wie ich alter Haudegen und viele meiner Kumpels hier in die Jahre gekommen ist, nicht auf die Schnelle gesundmachen, das weiß ich. Aber Ihr könntet ihr einen Teil ihrer Sorgen nehmen und dazu beitragen, dass die Tierarztrechnungen bezahlt und Futter und Streu gekauft werden können. Das würde ihr sicher schon eine große Last von den Schultern nehmen und ihr helfen wieder ganz gesund zu werden. Also bitte helft uns und unserer Pflegemama!

 

Zeigt ihr und uns, dass wir nicht allein sind und dass ihre ganze Arbeit und Mühe geschätzt wird. Und die der anderen Pflegemamas, die wir noch so haben, wohnen alle weiter weg glaub ich.

 

(Da ich selbst etwas Probleme hatte - so richtig gut geht es mir ja auch nicht - diesen Text zu schreiben, habe ich mir einen Ghostwriter geholt, und zwar eine von den Frauen, mit denen unsere Mama schon mal auf dem Handy schreibt. Die macht wohl auch andere Sachen, glaube mit dem Shop oder so... Jedenfalls kann die das auch mit der Homepage und und hat mich unterstützt - unsere Pflegemama würde ja eher nicht so viel Aufhebens um sich selbst machen. Ich hoffe, sie gibt trotzdem die Erlaubnis, meine Worte zu veröffentlichen.)

 

Viele Grüße,

Euer Montezuma  von der Erftkreis-Gang

19. Februar 2017

 

Wieder einmal Wochenende in Much. Bange Tage liegen hinter uns. Durch die Gabe von Antibiotikum ging es Brownie zunächst ein ganz klein wenig besser. Jedoch nicht wirklich. Es war klar, Brownie musste zum Tierarzt gebracht werden. Ein ganz und gar ungutes Gefühl machte sich breit. Brownie weinte viel, rief, hockte auf der Fußmatte, manchmal wollte er nichts essen, manchmal schien es als könne er nicht…. Schließlich ließ er sich mit Thunfisch in eine große Box locken. Der Blick, den er uns dann zuwarf, vergisst man gewiss nicht. Er hatte sich uns angeschlossen, langsam Vertrauen gefasst – und nun wurde sein Vertrauen schmählich missbraucht. Was mag in dem Moment in dem armen Kater vorgegangen sein? Man fühlt sich schlecht, mies wie ein Verräter und kann die Angst, die so ein Wildling hat, förmlich körperlich spüren.  Wir sind mit ihm zum Doc gefahren und trugen im Herzen schon den Gedanken, dass ein Abschied bevorsteht. Beim Tierarzt hat Brownie ein letztes Mal wie ein Löwe gekämpft, bevor es gelang, ihm die Beruhigungsspritze zu geben. Wieder so ein Blick, der einem durch Mark und Knochen geht. Dann die schreckliche Diagnose: Brownies Auge war bereits ausgelaufen, unten am Kiefer ein Loch, durch das Ströme von Eiter flossen, ein Bild des Grauens. Man konnte nur ahnen, was er die letzten Tage durchgemacht hat. Es gab noch mehrere Eiterherde im Maul- und Kopfbereich. Wir konnten Brownie nicht mehr helfen. Auch der Tierarzt hielt traurig inne, es war so ein trostlose und jämmerliches Bild, so hoffnungslos, so unendlich traurig…. Und sein letztes Gefühl war unermessliche Angst, was die Menschen da mit ihm machen, das macht einem schwer zu schaffen….

 

Brownie lebt nicht mehr. Nie wieder wird er vorm Haus in der Sonne liegen, nie wieder schreiend den Hof überqueren, seine Art Freude zu  zeigen über ein gutes Wort oder frisches Futter. Ein unglaublich liebenswertes Geschöpf ist nicht mehr unter uns. Wir sind unendlich traurig :-(((

 

Letztens lasen wir folgendes:

 

Gebet eines Streuner-Katzenkindes

 

Lieber Gott!

Warum nur hast Du uns erschaffen? Wozu sind wir auf der Welt? Niemand mag uns und niemand will uns haben. Allen sind wir nur ein Dorn im Auge und den ganzen Tag sind wir nur damit beschäftigt, um unser kleines Leben zu kämpfen, so kümmerlich es auch sein mag.

In Scheunen erblicken wir das Licht der Welt, hinter Heuballen, unter Holzstapeln, in Garagen oder finsteren Kellerlöchern. Unsere Eltern sind frei lebende Bauernhofkatzen, die bestenfalls geduldet, jedoch fast nie gut versorgt und schon gar nicht kastriert werden. Das kostet ja nur unnötiges Geld... und Geld, das haben wir in unserem jungen Leben schon gelernt, sind wir Katzen schon gar nicht wert.

 

Was soll nur aus mir werden? Wie viele meiner älteren Geschwister sind noch am Leben? Sie wurden ertränkt, erschlagen, vergiftet, bei lebendigem Leib im Misthaufen vergraben, überfahren oder einfach irgendwo ausgesetzt. Welches Schicksal wird wohl mir bevorstehen, sobald ich alt genug bin, um Mamas weiches Nest zu verlassen und vorsichtig meine ersten tapsigen Schritte in die große Welt der Menschen mache?

Vielleicht entkomme ich aber auch meinen Häschern und schaffe es, erwachsen zu werden. Doch was dann? Als eine weitere ungeliebte verwilderte Bauernhofkatze werde ich wie meine Vorfahren zweimal im Jahr genauso ungeliebte Junge zur Welt bringen, die auf die gleiche brutale Art und Weise getötet werden oder neuen Nachwuchs in die Welt setzen... Nachwuchs, der auch nur wieder zum Sterben verdammt ist. Es ist eine Spirale des Grauens.

Freilich, es gibt auch Katzenkinder, die nicht im Freien, sondern in einer Familie zur Welt kommen. Doch auch diese sind meist unerwünscht und viele von ihnen werden jedes Jahr umgebracht, ausgesetzt oder...wenn sie Glück haben, im Tierheim abgegeben.

 

Was meinst Du, lieber Gott, wie lange ein kleines Kätzchen ganz allein auf weiter Flur überleben kann? Ich habe sie gesehen, lieber Gott, kleine und größere Katzenkinder, die mutterseelenallein durch Dörfer und Wiesen streifen, verzweifelt auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf. Sie sind klapperdürr und ausgemergelt und können sich schon gar nicht mehr richtig auf den Beinen halten. Oft sind sie krank, von Flöhen, Ohrmilben und Zecken ausgesaugt, mit verschnupften Näschen und eitrigen Augen. Wenn der Tod kommt, ist es eine Erlösung für sie….

 

Haben nicht auch wir Katzenkinder wie alle Deine Geschöpfe das Recht auf Leben? Wir haben uns unser Schicksal nicht ausgesucht...die Menschen haben uns als Haustiere gezähmt. Warum verstoßen sie uns jetzt und achten uns so gering, wenn wir doch nur etwas Futter, einen Unterschlupf, Geborgenheit, Wärme und Anschluss suchen?

Lieber Gott, was soll nur aus uns werden? Hast Du uns denn ganz vergessen ?

 

(Verfasser unbekannt)

 

Lieber Gott hin, lieber Gott her – das mag jeder halten, wie er es für richtig hält. Doch genauso war Brownies Leben und das seiner vielen unbekannten Weggenossen. Und wie oft mögen ihm genau diese Gedanken durch den Kopf gegangen sein… wie oft wird er mit seinen verkrüppelten Füßchen nicht mehr hat laufen können, um einen sicheren Platz zum Schlafen zu finden oder irgendwas Essbares. Wir furchtbar sind die Winter für ihn gewesen mit seinem schütteren Fellchen. Diesen Winter haben wir ihn nur über die Runden bekommen, indem wir alle paar Stunden Wärmflaschen in seine Hütte gebracht und ihm warmes Wasser und angewärmtes Futter hingestellt haben. Einen räudigen Kojoten haben ihn die werten Nachbarn genannt (und die passende Antwort bekommen). Mit Wasser haben sie nach Dir geworfen und Dich gescheucht, wenn Du den Weg zu uns hoch kamst. Du bist dann geblieben und gar nicht mehr weggegangen – und wir hoffen, lieber Brownie, dass Dir die letzten beiden Jahre, die Du bei uns am Haus gewohnt hast, etwas Last von Deiner Seele genommen haben und Du zum ersten Mal im Leben etwas entspannen konntest. Leider leider nicht für lange. So alt warst Du noch gar nicht und doch vom Leben schwer gezeichnet. Wir hätten Dich noch so gern länger bei uns gehabt, aber es hat nicht sollen sein. Dreibeinchen und Fiepsi trauern auch um Dich, sie sind ganz unsicher und scheu, weil Du nicht mehr da bist, sie haben alles mitbekommen. Aber Du bist ja noch da – liegst bei uns begraben und wirst in Gedanken immer bei uns sein – bei jeder Fütterung wirst Du auch da sein, wir könnten Dich gar nicht vergessen. Wir wollen es auch gar nicht. Lieber Brownie, ruhe in Frieden.

 

Wir nehmen an, niemand möchte, dass seine Katze so leben und so elend sterben muss. Was können Sie daher tun?

 

Sprechen Sie mit den Menschen und weisen Sie auf die Notwendigkeit der Kastration hin. Unterstützen Sie die Aktivitäten der Tierschutzvereine. Schauen Sie nicht weg, wenn Sie so ein armes Wesen hilflos irgendwo sehen. Und vor allem: Adoptieren Sie nicht nur die goldigen zahmen menschenbeogenen Katzen, sondern öffnen Sie Ihr Herz auch für die scheueren Bauernhof- und Streunerkätzchen, die nun mal einen holprigen Start ins Leben hatten ohne Menschenkontakt. Sie haben es genauso verdient, ein würdiges Leben zu führen, auch wenn der Anfang mit ihnen schwieriger ist.

 

So wie es unserem Katzenpärchen Anika und Tommy erging. Anika und Tommy sind Geschwister und kommen aus dem Bergischen Land. Ihre Vorgeschichte ist nicht sehr schön, ihre Geschwister wurden vom Bauer erschlagen, die Mutter hatte lediglich noch die beiden wegschaffen können. Der komplette nächste Wurf wurde ebenfalls erschlagen aufgefunden. Unschuldige Neugeborene herzlos zertrümmert. Und wahrscheinlich ist es vielen Würfen zuvor so ergangen. Und die Mutter wirde jedes Mal unendlich gelitten haben. Nun ist es damit vorbei, die Mama ist kastriert und wird versorgt, sie ist extrem scheu. Anika und Tommy haben wir aufgenommen, sie sollten noch eine Chance erhalten. Natürlich gehen die beiden nicht auf Fremde zu - wie denn auch? Die Mutter hat ihnen eingehämmert, sich vor Menschen zu schützen und zu verstecken oder so schnell man kann das Weiter zu suchen. Die beiden sind aber so reizende Kätzchen, wenn sie einen erst einmal kennen und Vertrauen gefasst haben. Bei Tommy geht das schneller, bei Anika dauert es. Ja und? Was sind ein paar Wochen, gerechnet auf ein ganzes Katzenleben! Aber wir erleben es wieder einmal: Eine Katze nach der anderen findet ein Zuhause, nur die beiden, für die interessiert sich wieder einmal niemand, sie kommen ja nicht angesprungen und suchen sich ihre Menschen aus!?! Und sie sind nur schwarzweiß. So langweilig heißt es dann oft. Sicher, man kann stundenlang das Web durchforsten und man findet sicher dann auch zu guter Letzt noch das grüngestreifte Kätzchen. Man könnte aber auch einfach mal nicht nur mit den Augen suchen, sondern mit dem Herzen! Jedes Kätzchen ist schön und liebenswert. Jedes auf seine Art etwas ganz Besonderes. Auch die scheuen und "nur" schwarzweißen!

 

13. Februar 2017

 

Aus gegebenem Anlass: Kastrationsverordnung für den Rhein-Sieg-Kreis!

 

Samstag morgen in Much. Es hat geschneit und ist ganz schön nasskalt. Vor der Haustür ein Weinen. Besorgt gehen wir zur Haustür - Brownie, einer der Bauernhofkater aus dem Ort, die wir versorgen, ist nach einigen Tagen Abwesenheit wieder da! Aber es bietet sich ein Bild des Jammers. Brownie wird mit Fieber irgendwo gelegen haben, bis er wieder soweit war, die Anhöhe zu uns zu schaffen. Ein Auge ist völlig vereitert und zugeschwollen. Schnupfen hat er ja immmer, aber auch dieser ist momentan viel viel schlimmer als sonst. Er atmet schwer, niest, rotzt.... Er ist schmutzig, müffelt, seine durch einen Unfall verkrüppelten Füsschen halten ihn kaum auf seinen dürrren Beinchen. Er hockt ärmlich auf der Fußmatte und das eine Äuglein bittet um Hilfe :-((( Da blutet einem das Herz! Der Anblick eines solchen armen Wesens macht einen verzweifelt. An die Hauswand gepresst, auf einem Rost, durch den von unten etwas Wärme hochzukommen scheint aus der unteren Etage, hockt Fiepsi. Sie kann kaum schlucken, niest, hustet.... Dreibeinchen (Unfall Mähdrescher) hockt unterm Hänger und kniept ein Auge und hustet vor sich hin.... Sie warten auf Futter und Hilfe. Jedes Jahr haben wir im Winter zwei drei Streuner verloren - wir haben große Angst, dass es diesmal Brownie nicht mehr schaffen wird :-(((

Ein schönes freies ungebundenes Leben als Streunerkatze? Das sieht wohl anders aus. Sie sind alt, krank, schutzbedürftig, haben kaum noch Zähne im Maul, überall Blessuren und Baustellen. Sie führen ein unwürdiges Leben voller Entbehrungen, Schmerzen und haben oft nicht einmal einen warmen Schlafplatz. Von Futter ganz zu schweigen. Möchten Sie so leben? Wünschen Sie sich solch ein Leben für Ihre Katze?
 
Bitte unterstützen Sie die Bemühungen der ansässigen Tierschutzvereine, eine Kastrationsverordnung für den Rhein-Sieg-Kreis zu etablieren! Nur so kann man das Elend der herrenlosen Bauernhof- und Streunerkatzen, für die sich niemand zuständig fühlt, langfristig eindämmen. Denn sie stammen alle von ehemals nicht kastrierten Hauskatzen ab, vermehren sich weiter, es entstehen größere Gruppen, für die das natürliche Futterangebot längst nicht mehr reicht, Krankheiten breiten sich aus, Hunger, Elend... und die Kleinen, die in so ein Leben hineingeboren werden, erleben oft als erstes nur Leid. Eine Mutter, die nicht genug Milch hat, weil sie selbst abgemagert und krank ist und der vorherige Wurf noch ihrer Hilfe bedarf, sie werden krank.... Wer einmal ein solches Baby bei sich hatte, wie zuletzt unsere Kayleigh, die schon mit sechs/sieben Wochen nur noch aus Haut und  Knochen bestand, hohes Fieber hatte, nichts mehr sehen konnte, weil beide Augen zugeeitert waren, kaum noch Kraft zum Atmen hatte - der wird verstehen, dass man etwas unternehmen muss! Kayleigh wurde von uns aufgenommen und erhielt Hilfe - hunderte verenden und verhungern qualvoll und die Mütter trauern um ihre Kinder! Als wir Kayleigh an uns genommen hatten, kam die Mutter täglich vorbei und rief. Wir haben ihr täglich ihr Kleines gezeigt - das vergisst man so schnell nicht. Heute ist Kayleigh soweit gesund, nach wochenlangen Behandlungen, und ein Auge wird sie wohl trotzdem noch verlieren... viele andere hatten dieses Glück nicht.
 

Infos zum Thema Kastrationsverordnung für den Rhein-Sieg-Kreis

 

 
Und natürlich freuen auch wir uns über Unterstützung. Vielen der von uns versorgten Streuern mussten wir neben der Kastration die Zähne machen lassen, weil der Eiter aus dem Mäulchen lief, oft sind sie verletzt, haben eiternde Wunden, brauchen Flohmittel und Entwurmung. Wir werden auch versuchen, Brownie zum Tierarzt zu bringen, aber er ist recht vorsichtig, zu oft wurde er schon gefangen und verarztet. Wir haben mit der Gabe von Antibiotikum begonnen, sowohl bei Brownie als auch bei Fiepsi und Dreibeinchen, um das schlimmste erst einmal abzuwenden - hoffen wir, denn alles ist längst chronisch....
 
Wenn Sie uns etwas spenden möchten für die tierärztliche Versorgung der Streunerkatzen, so nennen Sie bitte das Stichwort "Streunerkatzen". Gern kann man auch eine generelle einmalige oder dauerhafte Patenschaft für die Streuner übernehmen oder uns Futterpäckchen schicken. Im Moment werden ganz besonders dringend vor allem Gourmet Gold Pastete-Döschen benötigt. Diese sind für die Streuner eine Delikatesse und wir können die Tabletten morgens und abends darin gut verpacken und untermogeln.Sie können uns über Paypal oder eine direkte Überweisung auf unser Spendenkonto untersützen.
 
Und bitte machen Sie sich für eine Kastrationsverordnung stark!
 
Vielen Dank im Namen von Brownie und seinen vielen unbekannten armen Kumpels!
 

25. Dezember 2016

 

Wieder gingen die Monate ins Land ohne ein Wort von uns auf der Homepage, wir wollen das gar nicht beschönigen …. Ja, wo ist die Zeit geblieben. Das fragen wir uns auch oft. Unsere Schützlinge hielten uns die letzte Zeit schwer auf Trab! Es gab viel Arbeit, einiges Gutes und viel Trauriges, was die Zeit schnell dahingehen ließ, zuzeiten kam man kaum zum Luftholen. Nach so ereignisreicher und erschöpfender Zeit fällt es schwer genug, einen Anfang und die richtigen Worte zu finden. Die Krönung unserer Pechsträhne war dann, dass unser ohnehin mehr schlecht als recht funktionierende Internetanschluss gänzlich ausfiel – für gleich mehrere Wochen. Momentan haben wir jedoch eine Zwischenlösung gefunden… Aber genug davon, bald ist das Jahr zu Ende und es wird allerhöchste Zeit für ein Lebenszeichen!

Knüpfen wir an die letzten News an: Wie ging es mit diesen Katzen weiter?

 

Sarabi und Oma Klara sind weiterhin bei uns, leider hat sich bisher trotz aller Bemühungen noch nicht einmal jemand für Oma Klara gefunden, obwohl wir als Verein alle Tierarztkosten übernehmen würden - wahrscheinlich weil man meint, ihr ginge es ja auf der Pflegestelle gut... Das ist ja auch so, ihr fehlt es nicht an Futter und medizinischer Versorgung. Trotzdem würde ein eigenes Heim in ihren letzten Jahren sie sicher glücklicher machen, als sie es hier bei uns ist. Hier fehlt einfach die Zeit, sich länger mit ihr zu beschäftigen, da sie oft separiert ist, weil sie mit allzu ungestümen Katzen überfordert ist. Es zerreißt uns das Herz, dass wir ihr einfach nicht mehr Aufmerksamkeit schenken können. Hoffentlich bringt 2017 Klara mehr Glück!

Und dann unsere Maya. Sie hat uns eine Menge Nerven, Geld und graue Haare gekostet. Sie hielt uns insgesamt fast ein halbes Jahr auf Hochspannung und zwar teilweise Tag und Nacht. Mitte des Jahres wurde bei der ja schon mehrfach schwer erkrankten Maus ein Ohrtumor festgestellt. Aufgrund ihrer Krankenvorgeschichte wurde zunächst versucht, den Tumor mit konventionellen Mitteln zu stoppen – was leider nur ganz kurzfristig gelang, dann aber gut drei Wochen später explodierte der Tumor förmlich. Maya schüttelte nur noch ihr Köpfchen und hatte ganz offenbar auch Schmerzen, denn sie wurde immer ruhiger und zog sich regelrecht zurück. Wir mussten uns schweren Herzens nach eingehender Beratung durch den Spezialisten in Köln für die schwierige OP entscheiden. Der Tag, an dem wir Maya beim Tierarzt abgaben, war einer der schwersten für uns. Es war leider vorher nicht klar, ob man alles würde entfernen können und wie die OP überhaupt verlaufen würde. Es war eine lange schwierige Operation, während derer der komplette Gehörgang ausgeschält werden musste sowie weitere innere Regionen. Das Ergebnis aus dem Labor war leider niederschmetternd: Es handelte sich um bösartige Ohrschmalzdrüsentumore, streuend wie kaum ein anderer Ohrtumor. Metastasen hatte man vorab auf dem Röntgenbild der Lunge und im Ultraschall aber nicht gefunden.

 

Maja hat diese OP schwer mitgenommen und die nächsten Wochen waren schlicht eine Katastrophe – jedoch nichts gegen die, die danach noch kommen sollte. Das operierte Ohr entzündete sich ständig, Abszesse entstanden, die Wunde nekrotisierte, musste zweimal nachoperiert werden mit erneuter Narkose, die Drainage jeden Tag gereinigt werden, jede Menge Spritzen etc. Man kann das alles so im Detail gar nicht aufzählen, und den Weg nach Köln konnten wir schon im Schlaf fahren. Dann nekrotisierte das noch verbliebene Außenohr (ohne Funktion). Bis zur Hälfte starb es ab…. Es war kaum zum Aushalten. Essen wollte Maya kaum was und verlor gute zwei Kilo in der Zeit, trotz Zwangsfüttern etc. Dann endlich sollte sich alles beruhigen, die Operationswunde blieb ruhig und auch das Absterben des Ohres stand Wochen später still. Maya aß aber weiterhin wenig. Wir ließen Wochen nach der OP erneute Blutwerte machen und da sah man schon, dass sich eine Katastrophe anbahnte. Maja hatte ja schon mehrfach Zusammenbrüche, die mit stark erhöhten Leberwerten etc. einhergingen. Es hat immer ein paar Wochen gedauert, mit Behandlung, Fütterung etc. ging es langsam dann wieder weg. Was sie genau hat, wissen wir bis heute nicht. Jedenfalls passierte dann auch noch genau das. Nur um ein Vielfaches schlimmer. Maya war wochenlang quittengelb, schwerer Ikterus, sie wurde schwach und schwächer, verlor nochmals die Hälfte ihres Gewichts… Wochenlang Infusionen, auch daheim i.V., Zwangsfüttern und jede Menge Medis. Sicher, nach einigen Wochen steht man da und überlegt, ob das alles so richtig ist und ob Maya das noch lange aushält. Sie hat uns aber zu jeder Zeit signalisiert, dass sie noch nicht sterben möchte. Ein geduldigeres Wesen als unsere Maya findet man selten.

 

Unser Doc hat mitgehalten, dann kam heraus, dass sie eine Schrumpfgallenblase hat. Das Bilirubin floss nicht mehr ab. Es folgte wieder eine schwierige Behandlung über Wochen, sie verlor nochmal die Hälfte ihres Gewichts. Man kann das hier nur im Zeitraffer berichten, was das wirklich für den Tagesablauf hieß und wie viel durchwachte Nächte es gab und wie viele Sorgen, und wie man förmlich körperlich mitleidet… dieser Kampf hat Maya sicher Jahre gekostet – aber sie hat es geschafft!!!! Die Behandlung ist noch immer nicht zu Ende, aber Maja futtert wieder, ihre Schleimhäute sind kaum noch gelb, sie hat schon wieder ein Kilo an Gewicht zugelegt und ist wieder fröhlich. Wir sind allen beteiligten Ärzten sehr dankbar, die alles gegeben haben, sich bei Fachleuten informierten und Tag und Nacht zur Verfügung standen. Maya hatte sich nie aufgegeben, und wir sie auch nicht. Es hat geklappt – unnötig zu sagen, dass dieses halbe Jahr allein nur die Behandlung von Maya ein riesiges Defizit auf dem Konto verursacht hat. Aber wir haben Maya noch bei uns, und dafür sind wir unglaublich dankbar, aber es hat sich Angst vor der Zukunft eingeschlichen …. Wie viel kann sie noch aushalten? Vorerst aber ist sie über den Berg, die Nachbehandlung hält weiter an, aber sie hat schon fast wieder ihr altes Gewicht wieder. In dem Falle gut, dass sie so viel auf den Rippchen hatte zum Zusetzen. Wir freuen uns so riesig, dass wir das neue Jahr zusammen mit Maya beginnen dürfen….

Dazwischen, also parallel zu Maya, weitere Notfellchen. Zum Beispiel Babychen Kayleigh. Wir betreuen ja in Much eine Reihe Bauernhofkatzen, von denen wir viele schon kastriert haben, aber eben noch nicht alle. Eines Abends nachts um halb eins legte uns Fiepsi, die schmächtige rote Kätzin vom Bauernhof, ihr kleines todkrankes Baby auf die Fußmatte vor der Haustür und machte Riesen-Randale. Gut, dass man als Nachteule da noch wach war und nachschaute. Das winzige Häufchen aus Knochen und Fell, zitternd, konnte das Köpfchen nicht mehr heben, lag da mit eitrigen Augen und Fieber, und Fiepsi guckte und fiepste so laut sie konnte Alarm. Das hat uns unglaublich berührt. Wir haben das Babychen an uns genommen und Fiepsi versprochen, alles zu tun, um dem Kleinen zu helfen. Man glaubt es nicht, aber in dem Moment, wo wir das knapp 5 Wochen alte Baby an uns nahmen, beruhigte sich Fiepsi. Sie kam jeden Tag vorbei und wir haben ihr das Baby anfangs auch immer gezeigt, was ja nicht schwer war, weil wir ja jeden Tag zum Doc mussten anfangs. Sie hatte immer schon gewartet und dann in den Käfig geschaut.

 

Wer sowas erlebt, wird nie mehr denken, dass Bauernhofkatzen ein gutes freies Leben haben. Haben sie nicht. Sie haben Hunger und kaum warme Plätze. Sie verlieren ihre Kinder und vermissen diese schmerzlich. Fiepsi selbst ist immer sehr krank, sie hat schweren chronischen Schnupfen. Natürlich erhält sie von uns Behandlung, aber es geht nicht mehr weg. Kayleigh hatte das auch schon, doch nach wirklich wochenlanger Behandlung haben wir es geschafft. Heute ist Kayleigh ein fröhliches und freches Katzenmädel, das gern futtert und bald schon kastriert werden muss. Sie ist viel kleiner als andere Katzen gleichen Alters, und am linken Auge hat sich ein Symblepharon gebildet, zusätzlich hat das Auge weitere Schäden davongetragen. Ob später wenn sie etwas stabiler ist, eine kostspielige Augen-OP hier Abhilfe schaffen kann, wird der Spezialist entscheiden. Wir werden sie demnächst Dr. Denninger in Bonn vorstellen. Bis dahin müssen wir das Auge täglich behandeln. Das war neben Maya auch wieder ein Hoffen und Bangen mit vielen Tierarztbesuchen und viel häuslicher Pflege. Wer die Kleine anfangs gesehen hat, hätte kaum einen Pfifferling gegeben.

Dann unsere wunderbare Betty – alt, taub, Ataxie, scheu - sie hatte letztlich zwei Tennisballgroße Ausbuchtungen unten links unterm Unterkiefer und musste doch operiert werden. Auch das keine einfache OP. Die Speicheldrüse zieht sich ja ganz rum. Die Narbe war um die 10cm lang.

 

Auch Betty hat eine sehr lange Rekonvaleszenszeit durchmachen müssen, sie ist ja schon älter. Betty ist schon ein paar Jahre bei uns und wir haben sie sehr sehr lieb gewonnen, die Sorgen um sie haben uns schwer zu schaffen gemacht. Hat aber letztendlich alles gut gepackt und kann jetzt wieder gut futtern. In Kürze efolgt eine weitere Kontrolle, denn Betty verliert etwas Gewicht und nochmal eine Nach-Untersuchung der Tumorgeschichte.

Tja, und dann Chefkater Montezuma. Auch von ihm gibt es leider sehr schlechte Nachrichten. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, er war torklig, konnte kaum springen, hielt den Kopf schief, ein Riesen-Schrecken, und das quasi von heute auf morgen. Also ließen wir ihn gründlich auf den Kopf stellen. Leider zunächst ziemlich ergebnislos. Blutwerte, Röntgen, Ultraschall, keinerlei Gewichtsverlust bisher… alles ohne Befund. Da er aber immer wieder neurologische Ausfälle zeigte, deutet alles mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Tumor im Kopfbereich hin, der sich endgültig aber nur mit einem CT abklären ließe. Diese stressige und wieder mit einer Narkose verbundene Diagnosemöglichkeit haben wir zunächst für uns ausgeschlossen, da sich dadurch auch keine neuen Ansätze für eine weitere Behandlung ergeben würden. Wir geben ihm jetzt Kortison, was anzuschlagen scheint und hoffen, dass ihm noch eine Weile bleibt. Weiterhin muss er natürlich seine Tabletten gegen den chronischen Schnupfen nehmen. Momentan haben wir Grund zur Hoffnung, dass er noch eine Weile der Chef des Hauses sein wird, auch wenn sein Lebensührchen schon bedenklich weit gelaufen zu sein scheint…Wir hätten damals vor 14 Jahren nie gedacht, dass er überhaupt so alt werden würde wegen seines schlimmen chronischen Schnupfens und der notwendigen Dauerbehandlung. Von daher sind wir dankbar für jeden Tag und dass wir ihn zum Jahreswechsel unter uns haben werden.

Und wieder einige, die altersgemäß gecheckt werden mussten. Mausi zum Beispiel, die ja ihren Pit schon 2014 verloren hat und nun eine Insel in der Gruppe ist und sich mit keinem je wieder eng angefreundet hat. Sie musste ein paar Zähne lassen, aber ansonsten war das Blutbild gut und der sonstige Befund auch. Whitey, der durch seine CNI bedingt weiter abbaut, Fighter, der nochmal eine eingehende Untersuchung mit Ultraschall brauchte wegen seinem chronischen Durchfall und der nun eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion noch dazu hat, Blue dessen Mäulchen wieder schlimm ist, Klara, die nochmals aufwendig auf den Kopf gestellt werden musste, Wolfgang, der kastriert und an den Zähnen operiert werden musste, Suri, die kastriert werden musste, und bald zusammen mit Buffy nachgeimpft werden muss, alle unsere FIV-Katzen hatten aufwendige Tierarztbesuche inkl. Zahn-OPs etc. Man kann gar nicht alles aufzählen, was an Tierarztbesuchen anfiel…. Es ist ja immer irgendwas. Und auch Spotons und Wurmtabletten läppern sich zusätzlich….

 

Wir hatten aber auch Notfellchen, um die wir Wochen und Monate gekämpft haben und die es trotz aller Bemühungen nicht geschafft haben :-( Bei der kleinen Emma ist nach ein paar Wochen hier traurigerweise FIP ausgebrochen, wir konnten leider nicht mehr viel für sie tun. Wir haben diesen kleinen Schatz unterstützt solange es ging, aber irgendwann konnte sie einfach nicht mehr… Wir mussten sie am 22. Juli gehen lassen…. Auch unser Sorgenkind Marlene, die sich mit immenser Behandlung nach zahlreichen Untersuchungen zunächst ganz gut entwickelte, ist leider dann doch schon am 19. Oktober verstorben. Sie hatte zwar ein paar schöne Monate bei uns, doch schneller als gedacht stand dann plötzlich ihre letzte Reise an…. Sie hatte viele komplizierte Sachen Thema Autoimmunerkrankungen, eine schwere Unverträglichkeit auf jegliche Entzündungshemmer – man kann das Auf und ab der letzten Monate kaum beschreiben, aber es ging ihr gut dabei und sie wurde einer unserer absoluten Herzkatzen. Leider leider nicht für lange, was wir so sehr erhofft hatten, nachdem die ersten zehn Jahre ihres Lebens alles andere als toll waren. Auch Nana, positiv auf Leukose getestet, auf Pflegestelle bei Regina in München, hat es leider nicht geschafft. Aufgrund der Leukose hatte sie schwer abgebaut und litt unter schweren neurologischen Ausfallerscheinungen, sie konnte am 12. Oktober abends nur noch von ihrem Leiden erlöst werden :-( Besonders betroffen waren wir auch davon, dass unsere Rous (Ruby), die es dann mit Mirri endlich doch noch auf ein eigenes Zuhause geschafft hatte, kurze Zeit später am 25. Juli an einem bis dahin unentdeckten Herzfehler verstarb. Das war ein Schock! Da hat man sich so gefreut für sie, und dann darf sie das neue schöne Leben in Freiheit nur ein paar Wochen genießen – so ungerecht :-( Wir danken den Adoptanten, die sich rührend um sie gekümmert und ihr bis zum traurigen Ende zur Seite gestanden  haben. Mirri geht es aber blendend, wenigstens etwas bei den vielen traurigen Nachrichten. Leider kommt noch eine schlechte Nachricht hinzu. Unser Wildling April, die hier lange Jahre nicht besonders glücklich war mit den anderen Katzen und oft gemobbt wurde, erlag ihrer CNI am 20. Oktober. Einen Tag, nachdem wir Marlene auf die Regenbogenbrücke geholfen haben :-((( Das war eine schlimme Zeit :-( April war uns immens ans Herz gewachsen, auch wenn sie sich nie anfassen ließ. So ein dünnes schüchternes Wesen, dem wir oft beigestanden haben. Die letzten Jahre kehrte mehr Ruhe für sie ein, besonders nachdem das Trio vermittelt war. Es war sehr sehr traurig, eine Samtpfote zu verlieren, für die man nie das richtige Zuhause hat finden können. Niemand wollte sie je, sie hatte keine Wahl, musste hier bei uns aushalten. Das macht einem das Herz sehr sehr schwer :-(((

 

Nun seid Ihr alle bei den Unvergessenen.  Feiertage und Jahreswechsel sind für uns immer traurige Tage, wir gedenken all derer, die bei uns waren und uns viel zu früh verlassen mussten. Auch wenn wir nichts in den sozialen Medien posten um mitzuteilen, dass wir an Euch denken– wem nützt das. Wir denken an Euch und Ihr wisst das, da sind wir uns ganz sicher. Und nur das zählt. Ihr lebt in unseren Herzen und in unserer Erinnerung weiter.

Für ein erstes Lebenszeichen nach langer Zeit soll das erst einmal reichen. Die Katzen, die wir in ein neues Zuhause gebracht haben, sehen Sie unter der Rubrik „Glücklich zuhause“, die aktuell ist. Ihnen wünschen wir eine gute Zukunft, wohl behütet in ihrem Zuhause. Die aktuellen Neuzugänge bei den Vermittlungskatzen stellen wir beim nächsten Mal vor. Ganz wichtig ist Notfellchen Kater Peque, siehe Startseite. Er ist noch in seinem Zuhause, aber lange kann er dort nicht mehr bleiben. Er sucht dringend ein neues Zuhause!

Hier finden Sie ältere Newseinträge zum Nachlesen in unserem Newsarchiv:

 

                                                                    2016

 

                                                                    2015

 

                                                                    2014

 

                                                              Juni - Dezember 2013

 

                                                              Januar - Mai 2013

 

Januar - Dezember 2012

 

Juli - Dezember 2011

 

Januar - Juni 2011

 

2010



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